Das Problem mit Annie Clark war immer der irre Ehrgeiz. An sich begrüßenswert, aber oft auch streberhaft und zähneknirschend. Auf den fünf Alben, die Clark unter dem Künstlernamen St. Vincent bis 2017 veröffentlichte, verschraubte sie ihre Einfälle zwar mit mutiger Brillanz, aber gern mit der einen Drehung zu viel, dem einen Break, der einen Abschweifung. Sie selbst verglich ihre Arbeit einmal mit dem „Zusammenbauen eines Frankensteinmonsters“ – also eine geniale Schöpfung, der es ein wenig an sozialer Kompetenz gebrach. „Ich würge dich solange, bis du das gut findest“, erklärte sie die Strategie gerade in einem Interview.

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