In der Schweiz fühlen sie sich sicher, haben Nora Steiner und Madlaina Pollina mal in einem Interview gesagt. Das ist auf den ersten Blick nicht überraschend. Seit ihrer Geburt Mitte der Neunziger leben die jungen Frauen in und um Zürich. Die Schweiz gilt laut den jährlichen Länder-Rankings als wohlhabend und lebenswert – mit schöner Natur, niedrigen Steuern und hohen Löhnen. Wenn man das neue Album „Wünsch mir Glück“ hört, kommt die Aussage der beiden Musikerinnen jedoch ins Wanken. Wenn sie sich in einer geschützten Umgebung zu glauben fühlen, ist da eigentlich nicht viel Trauer, Leid und Schmerz. Steiner & Madlaina, wie sie sich als Musik-Duo nennen, zeigen in einigen ihrer elf neuen Liedern ergreifende Emotionen. Woher kommen diese?

Als wir die beiden zu einem Video-Interview treffen, wird deutlich, dass es zumindest Dinge gibt, die sie nerven. Die zierliche Steiner mit den dunklen Locken kommt etwa eine Viertelstunde zu spät, weil das Schneechaos in Zürich ihre Bahnfahrt beeinträchtigt hat. Dann scheint ihr Internet nicht so zu funktionieren, wie sie es sich wünscht. Irgendwann hört man die 24-Jährige nur noch auf Schweizerdeutsch fluchen. Madlaina, 26, bleibt hingegen ruhig. Sie streicht ihre blonden Haare aus dem Gesicht und versucht Steiner im Dialekt zu besänftigen.

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