Berlin - Ein Sub-Genre des Rap, der Gangsta-Rap, fördert laut einer Studie der Universität Bielefeld antisemitische und frauenfeindliche Einstellungen. Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellte die Studie am Dienstag vor.

Die Untersuchung belege durch eine repräsentative Erhebung aus Interviews, Gesprächsgruppen und Fragebögen unter jugendlichen Fans, dass Gangsta-Rap den Nährboden für antisemitische Einstellungen bereite, erklärte Marc Grimm vom Bielefelder Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gangsta-Rap und der Neigung, antisemitische und frauenfeindliche Aussagen zu teilen, gibt“, sagte Grimm. In den Gesprächen wurden die jungen Gangsta-Rap-Fans ausschließlich zu deutschen Künstlern und ihren Texten und Videos befragt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.