Amsterdam - Obwohl es im letzten Jahr ja generell nicht an schlechten Nachrichten mangelte, hat mich vor allem die Absage des Eurovision Song Contests in Rotterdam mit der harten Realität der Pandemie konfrontiert. Der seit 1956 ausgetragene Liederwettbewerb ist nämlich einer der höchsten Feiertage in meinem Kalenderjahr und ich bereite mich monatelang auf ihn vor, indem ich mir die Beiträge aller Länder mehrmals anhöre und meine persönliche douze points ungefragt an all jene Freunde schicke, denen ich eine ähnlich große Begeisterung für den Eurovision Song Contest unterstelle, weil sie zum Beispiel in einem europäischen Land leben, gerne Musik hören oder einen Fernseher besitzen. Und weil ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch als Freunde betrachte, gebe ich Ihnen gerne einen Schnelldurchlauf durch die Irrungen und Wirrungen der vergangenen 24 songcontestlosen Monate, sowie alle Gerüchte und Fakten, damit Sie am 22. Mai für den geistreichen Smalltalk zwischen Maibowle und Käseigel gewappnet sind.

Besonders bitter war die Absage des ESC im letzten Jahr für Litauen, Bulgarien und Island, die wohl den ersten Platz unter sich ausgemacht hätten – für jedes der drei Länder wäre es der erste Sieg gewesen. Wie zwei Drittel aller Teilnehmerländer schicken sie in diesem Jahr zwar dieselben Interpreten in Rotterdam ins Rennen – gemäß Eurovision-Regularium allerdings mit neuen Liedern.

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