„Versteht ihr das?“ – mit dieser Frage eröffnet Vince Staples sein neues Album. Es geht darin um die Kindheit des Rappers in Kalifornien, um die Alltäglichkeit von Gewalt, Angst, und wie sie die Entscheidungen im Leben prägen.

„Wer was Positives hören will, kann ja zu Common gehen“, rappte Staples schon in den ersten Zeilen seines Mixtapes „Shyne Coldchain Vol.1“ – Reime für die bessere Welt haben auch zehn Jahre später keinen Platz in seinen Tracks. Aber wie schon damals nimmt er den Straßen, wo er bis in die Jugend Gangmitglied in zweiter Generation war, Glam und Spektakel. Distanziert und empathisch, oft mit trockenem Witz und detailfreudig ist er neben Kendrick Lamar eine der eindrücklichsten Stimmen aus Los Angeles. Er beschreibt ein System, das sich aus Rassismus, Gewalt und Überwachung stetig fortschreibt. „Ich war eins der Kids, die dem Weg anderer gefolgt sind, die vom Weg abkamen“, meint er, „manche sind noch da draußen, andere im Grab – ich bin ein echter Beach Boy, reite mal meine Welle.“

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