Der kroatische Dirigent Ivan Repušić hat mal gesagt, dass Musik etwas sei, das man nur fühlen könne und nicht beschreiben. Das widerspricht natürlich dem Dasein eines Musikkritikers, der stets die richtigen Worte für ein Stück finden muss. Doch es gibt tatsächlich Momente, in denen selbst der Kritiker den Drang verspürt, jemanden an die heimische Stereoanlage zu holen und zu sagen: Das musst du hören – das kann ich nicht in Worte fassen!

So ist es auch mit einigen Musikalben, die im Januar aus dem Postpunk-Bereich erscheinen. Der brachial wirkende Rocksound scheint den idealen Soundtrack für das Jahr zu bieten: für die Unruhen in den USA, den Vollzug des Brexits, die wachsenden Corona-Zahlen und das ständige Herumsitzen zu Hause. Es hat sich etwas angestaut, das auf friedliche Weise entweichen muss. Postpunk hilft beim Schreien, Schütteln, Toben. Das fühlt man so viel besser, als wenn man es jemandem erzählt.

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