Berlin - Der Künstler, Entertainer, Schmuckeremit, Garderobenvirtuose und Werbeträger Friedrich Liechtenstein hat sich schon einige Verdienste in dem schwierigen Bereich der Launeverbesserung erworben. Viele werden sich an seinen Supermarkt-Ohrwurm erinnern, der es vor nun auch schon wieder sieben Jahren auf ein paar Millionen Klicks gebracht hat und sich bei vielen ganz tief ins Kleinhirn gebohrt hat. Memorieren wir gemeinsam noch einmal den Refrain: „Es ist supergeil, supergeil. Richtig supergeil, supergeil. Ich find’s supergeil, supergeil. Denn du bist (Pause, Pause, Pause) supergeil.“

So zutreffend und empowernd die Aussage des Hits ist und so angesprochen man sich fühlen darf, wenn man nun einmal supergeil ist, so schwer fällt es, dass man diese Zuwendung mit all den anderen Supergeilen teilen muss – also mit wem nicht? Mit seiner neuen Hervorbringung, die als Werbeaktion von irgendwas mit Fernsehen auf die Welt gebracht wurde, leistet er dem nun Abhilfe.

Mit seiner Video-Jukebox „Das wird gut!“ lassen sich Filmchen zusammenstellen und versenden, in denen der Künstler seinen Zuschauer oder seine Zuschauerin namentlich adressiert. „Für jemanden, der es braucht UND verdient.“ Der Berichterstatter bekam von einem supergeilen Verwandten ein solches Video geschickt und muss sagen: Noch nie hat er ein sonoreres, samteneres, voller und wohler tönendes „Ulrich“ vernommen, die Rufe in den Mutterbauch eingeschlossen. „Ulrich“, sagt Friedrich Liechtenstein stimmlich die Arme ganz weit ausbreitend, „Ulrich, es tut gut, dich zu sehen.“ Und wenn man sich fragt, was denn jetzt genau gut an einem sein könnte, gibt es gleich den nächsten Schlag Sahne: „Du Homeofficer, du bist so schnell und so präzise auf den Datenautobahnen. Ist das alles wirklich nur vom Kaffee? Wirklich? Fantastisch!“

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Friedrich Liechtenstein tanzt nur für dich!

Woher weiß der Mann das? Und er weiß sogar mehr als Ulrich selbst, nämlich was Ulrich jetzt braucht: den größten aller Liebesbeweise. Nur für Ulrich zieht Friedrich Liechtenstein die Fäden aus einer Banane. Wer grinste da nicht gerührt in sich hinein, bereit für ein paar abschließende Steps unter der Diskokugel?

Gut, ganz so individuell ist der Baukasten, aus dem man die Videos zusammenstellen kann, nun auch wieder nicht. Eingeteilt wird die Menschheit vielleicht nicht ganz hinreichend in drei Grundtypen: Homeofficer, Socializer und Couchpotatoe. Aber es gibt von Abdullah über Holger, Karola und Meike bis Yusuf zahllose Namen und darüber hinaus auch Koseworte. Honighase zum Beispiel. Oder Digga. Oder Chef. Aus einem Sortiment von Wohltaten kann man außer den besagten Bananenfäden unter anderem auch Kopfmassage, Scherenschnittmeditation, Ei pellen, Violinensolo oder Kraftausdrücke wählen. 

Bleibt uns nur, Danke zu sagen. Vielen Dank, Hans-Holger Friedrich (so der bürgerliche Name des in Stalinstadt gebürtigen Künstlers). Wir drücken die Daumen! Möge diese sichere Tagesversüßungsmethode viral gehen.