Berlin - Es sind die großen Bühnen, die daran erinnern, dass immer noch Pandemie herrscht. Die Waldbühne in Charlottenburg fasst bis zu 22.000 Besucher. Beim großen Radioeins-Musikabend sind es deutlich weniger. Anstehen muss man weder fürs Bier noch für die Toiletten, und wenn man Schweiß riecht, dann stammt der wahrscheinlich von einem selbst und nicht von ekstatisch tanzenden Mitbesuchern.

Das Radioeins-Publikum scheint das alles gar nicht so schlimm zu finden. Pünktlich zum Start um fünf Uhr nachmittags am Sonnabend sind alle vor Ort, geklatscht und getanzt wird ganz brav am Platz, die Stimmung ist gut. Vielleicht liegt das auch am heutigen Line-up: Radioeins hat seine Liebchen eingeladen – Künstler, die auch sonst in der Rotation des Senders häufig vertreten sind. Isolation Berlin, Dota oder Die Sterne geben sich einen Staffellauf von knackigen 30 Minuten pro Auftritt. Letztere sind es auch, bei denen erstmalig der Funke überspringt. Die Sonne geht hinter den hohen Bäumen langsam unter, als Frontmann Spilker singt „Was hat dich bloß so ruiniert?“ und das Publikum lautstark einstimmt.

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