Berlin - So lange die Rolling Stones zu ihren ausufernden Welttourneen aufbrachen, galt der Rock ‘n‘ Roll als unsterblich. Unverwüstlich und gentlemanlike in der ersten Reihe war dabei stets der Schlagzeuger Charlie Watts, der zuletzt noch locker und agil die Arbeitsgeräte schwang, obwohl es doch nur darum ging, einen eigens während der Corona-Pandemie aufgenommen Song in Live-Anmutung zu simulieren.

Die Nachricht über eine Operation und gesundheitliche Probleme nahmen die Fans gelassen hin, schließlich hatten die Stones schon andere Tiefen und Durchhänger erlebt und überstanden. Anfang Juni feierte Charlie Watts seinen 80. Geburtstag, kein Alter für einen der unermüdlichsten Musiker der Popgeschichte, das würde schon wieder. Ist es leider nicht. Mit geradezu routinierter Professionalität ließen die Bandkollegen über einen Pressesprecher mitteilen: „Mit großer Traurigkeit geben wir den Tod unseres geliebten Charlie Watts bekannt. Er ist heute in einem Londoner Krankenhaus im Kreise seiner Familie friedlich verstorben“, so heißt es in dem kurzen Bulletin. „Charlie war ein geschätzter Ehemann, Vater und Großvater und als Mitglied der Rolling Stones auch einer der größten Schlagzeuger seiner Generation.“ Aber natürlich war er sehr viel mehr.

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