Vielleicht ist es ja wirklich das Beste, was man mit „My Fair Lady“, dem legendären Broadway-Erfolgsmusical, machen kann: es einfach – wie es Andreas Homoki nun in der Neuinszenierung an der Komischen Oper tat – weit, weit entfernt in den 1920er-Jahren stecken zu lassen. Was könnte man sonst etwa tun mit diesem dämlich-nervigen Professor Higgins, der mit Menschen nur in Kontakt treten kann, indem er Macht über sie ausübt; der das Blumenmädchen Eliza, das ihm Versuchsobjekt ist und dem er schließlich erfolgreich eine feine Aussprache beibringt, ein Mädchen nennt, „zusammengesetzt aus den vergammelten Resten eines Gemüsemarktes“; der ihr schließlich, als sie nach erfolgter Sprachbehandlung sein Haus verlässt, hinterherjammert, weil er „ihr Gesicht“ vermisst, mehr aber auch nicht.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.