Köln - „Suchst du einen Job? Vice hat welche!“ – mit diesem Satz wollte die Redaktion der deutschen Ausgabe des „Vice“-Magazins über seine Facebook-Seite nach neuen Kollegen suchen. Gesucht waren Mitarbeiten verschiedenster Bereiche: Übersetzer, Redakteure oder Buchhalter.

An sich für Fans des progressiven Magazins eine gute Gelegenheit, möglicherweise an einen Job zu kommen. Doch offenbar hatten diese nicht erwartet, dass auch bei „Vice“ auf klassische Bewerbungsverfahren gesetzt wird. „Warum wart ihr früher Punk und jetzt seid ihr soß“, lautet einer der harmloseren Kommentare.

Weniger harmlos ist jedoch der Kommentar von Christopher R. Dieser ist verwirrt. „Jeder zweite eurer Artikel hat irgendwelche Referenzen zu Drogenkonsum oder darüber wie man sich am effizientesten auf Underground-Hardcore-Raves an den Geschlechtsteilen von Emma pushenden Zwittern reibt, aber wenn es um einen verkackten Job geht soll man plötzlich drei bis fünf Jahre in einer 'namhaften' Agentur gearbeitet haben“, schreibt er. „Ich hätte erwartet, dass ihr eure Mitarbeiter morgens vorm Berghain vom Bürgersteig kratzt. Genau das wünsche ich mir doch.“

FUMS und Spon interessiert

Seine digitale Brandrede schließt er mit folgender Vermutung ab: „Ich wette bei euch in der Redaktion hat mindestens die Hälfte einen Bausparvertrag.“ Über 6500 Likes erntet R. für diesen Kommentar. Doch nicht nur das.

Mit seinem Kommentar macht er sich offenbar für andere Medienhäuser attraktiv. So fragt nicht nur das Fußball-Magazin „FUMS“, ob der User nicht „Bock auf ‚nen Job“ hätte. Auch Spiegel-Online Social-Media-Chef Thorsten Beeck bietet dem Kommentator an, sich bei ihm per E-Mail zu melden. (mde)