Weil die „Tatort“-Doppelfolge „Der große Schmerz“ und „Fegefeuer“ Parallelen zu den Anschlägen in Paris aufweisen, verschiebt die ARD den Krimi auf das kommende Jahr. „Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht“, begründete NDR-Programmdirektor Frank Beckmann die Entscheidung. Auch eine Erstvorführung am Mittwoch in einem Hamburger Kino wurde abgesagt.

Hauptdarsteller Til Schweiger hat dafür jedoch wenig Verständnis. Er halte die Entscheidung für falsch. Zwar sei er „völlig entsetzt darüber, was in Paris passiert ist.“ Aber „wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, was wir im Fernsehen zeigen sollten“, äußerte sich Schweiger gegenüber der „Bild“-Zeitung. Er verweist auch auf das wie geplant stattfindende Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Dienstagabend: Die Nationalelf „wird ja auch dafür gefeiert, dass sie weiter ihre Spiele spielt.“

Statt der „Tatorte“ mit Til Schweiger zeigt die ARD an den beiden Tagen zwei andere „Tatort“-Premieren: am 22. November „Spielverderber“ mit Maria Furtwängler und am 29. November „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ mit Axel Milberg und Sibel Kekili.

An Schweigers Seite ist in den beiden verschobenen Folgen übrigens Schlagersängerin Helene Fischer zu sehen, die im „Tatort“ eine russische Auftragskillerin spielt. Auch sie muss somit auf ihren großen Auftritt warten. (rm)