Berlin - Das berühmte Räuberrad steht wieder auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Berliner Volksbühne. Das vom Schweizer Bildhauer Rainer Haußmann nach Plänen von Bert Neumann gebaute Rad sei mehr als ein halbes Jahr restauriert worden, erklärte die Senatskulturverwaltung am Montag. An der Optik habe sich nichts verändert. „Nur die Statik wurde angepasst und die Füße erneuert.“ Die Restaurierung kostete rund 25.000 Euro, die die Kulturverwaltung trägt.

Das Speichenrad mit den Beinen war in der Ära von Frank Castorf auch auf Programmheften und den beliebten Streichholzschachteln der Volksbühne zu sehen. Das stilisierte Rad mit Beinen sollte an die sogenannten Gaunerzinken erinnern, mit denen sich Räuber untereinander in einer gezeichneten Geheimsprache verständigten. Für die Volksbühne stand das Rad über Jahrzehnte auch für das Rebellische und Aufrührerische der Theatermacher.

Nach dem Ende seiner Volksbühnen-Intendanz hatte Castorf das Rad zu einem Gastspiel beim Theaterfestival in Avignon mitgenommen. Derzeit wird die Volksbühne von Klaus Dörr als Interimschef geleitet. Castorfs Nachfolger Chris Dercon hatte den Intendantenposten im April nach weniger als einem Jahr wieder aufgegeben. (dpa)