Seine Autobiografie „Verloren im Paradies“ begann Elmar Faber damit, was er, der 1934 in ein verarmtes Glasbläserdorf im Thüringer Wald hineingeboren war, alles hat von der Welt sehen können: die Chinesische Mauer wie den Petersdom, den Kreml wie die Golden Gate Bridge.

Diese Leuchtpunkte auf der Weltkarte wollte er aber nicht aufwiegen gegen den Ort seiner Kindheit. Vielleicht hat er sich auch deshalb nie den thüringischen Dialekt abtrainiert. Und wenn er schreibt, „Es war die Großmutter, die den Kindern, den Enkeln, die Lichter aufsteckte“, meinte er damit nicht etwa weihnachtlichen Kerzenschmuck, sondern den Stapel Bücher, aus dem sie winters vorlas. Er sollte ein Büchermensch werden, der bekannteste Verleger in der DDR. Am Sonntag ist er in Leipzig im Alter von 83 Jahren gestorben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.