Auf die Frage, welchen Film er noch gern drehen würde, antwortete Egon Günther oft: Am liebsten einen über Friedrich Nietzsche, den Genialen, Verrückten. Einen Mann, der, wie wir alle, geliebt werden wollte. Darüber hatte er schon in den 1990ern ein Drehbuch geschrieben: „Das Messer“, ein Liebesfilm oder besser: ein Film über das Scheitern der Liebe, das dazu führte, dass Nietzsche sich in seine geistige Welt zurückzog. „Auf diese Weise“, sagt Egon Günther, „wurde er zu einem der größten Kritiker am Christentum und an der Verlumpung der Welt. Diese Kritik trieb er bis zur äußersten Konsequenz, er wurde groß, interessant – und gefährlich. Er ist es noch, auch im 21. Jahrhundert.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.