Berlin - Als ich 1978 Fritz Sterns Buch „Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier Bleichröder“ im Lesesaal der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main las, machte es in meinem Kopf gleich mehrmals „bling“, „bling“, „bling“. Es war ein Buch über eine Konstellation. So etwas war selten. Nun war es gar eine biografische Konstellation – das war verfemt. Jedenfalls in den Post-68er-Kreisen, in denen ich mich bewegte. Schließlich war es ein Buch über eine Beziehung zwischen dem ersten deutschen Reichskanzler, dem Junker Bismarck, und einem jüdischen Bankier. In den zahlreichen Bismarck-Biografien, die ich gelesen hatte, wurde Bleichröder zwar erwähnt, aber nirgends war sein gewissermaßen systematischer Ort in der Entwicklung eines deutschen Judentums herausgearbeitet worden, nirgends seine hervorragende Rolle bei der Finanzierung der deutschen Einheit.

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