Berlin - Leidenschaftlich geführte Debatten waren sein Metier, und nicht selten bezog er dabei eine Gegenposition zu einer übermächtig erscheinenden Mehrheitsmeinung. Das galt nicht zuletzt für emotional aufgeladene Medienthemen. Als um das Jahr 2000 der sogenannte Kampfhund in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit rückte und nicht wenige ein Verbot forderten, mindestens aber eine Halterkontrolle für bestimmte Hunderassen, ergriff Wolfgang Wippermann beherzt und klug differenzierend die Partei für das in die Enge getriebene Tier. Weil man in der Kulturgeschichte des Hundes eben nicht nur etwas über Tiere, sondern vor allem auch über Menschen erfährt, widmete Wippermann sich der Geschichte des Kampfhundes, insbesondere den darin aufwallenden Hysterien.

Sollte eigens erwähnt werden, dass er selbst einen Jagdhund besaß? Einen Deutsch-Kurzhaar, kniehoch. Noch in der Weimarer Republik, so Wippermann, hatten Arbeiter allenfalls Karrenhunde, Sinti und Roma sei der Besitz von Hunden verboten worden.

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