Es war wohl unvermeidlich, dass Leonard Cohen an einem Novembertag die Welt verlassen würde. Nun auch noch in dieser deprimierenden Woche, da man annehmen muss, dass die Welt, wie wir sie kennen, am Ende ist. Aber so seltsam es klingt, in gewisser Weise ist sein Tod im Moment ein Trost, eine Erlösung von all den dunklen Gedanken. Weil die Trauer um Leonard Cohen in Erinnerung ruft, was das Leben in Wirklichkeit ist, jenseits der Realityshowpolitik, was es so einzigartig macht und so unerträglich: Liebe, Hass, Begehren, Einsamkeit, Verlust, Schönheit und natürlich – Tod. Für den Tod schien Cohen stets eine besonderer Expertise zu besitzen, schon als junger Mann. Das Wissen um Vergänglichkeit, vor allem auch die eigene, prägte seine Poesie von Anbeginn.

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