Vor neun Jahren stand er zuletzt auf der Bühne, seiner Bühne im Deutschen Theater. Er spielte nicht, er sang. Der Regisseur Benno Besson war gestorben, und sein einstiges Theater gedachte in einer Matinee an ihn. Es wurden Reden gehalten, Erinnerungen wachgerufen, Anekdoten erzählt. Die Regisseure Frank Castorf und Claus Peymann, die Schauspieler Carmen-Maja Antoni und Jürgen Holtz saßen auf schlichten Stühlen, im Hintergrund auch Fred Düren.

Ein schlanker, aufrechter Mann, weißes Haar, dichter Bart. Er schritt sehr langsam, sehr in sich ruhend von hinten nach vorn an ein kleines Lesepult. Alle auf der Bühne erhoben sich, und Düren sang die Schlussstrophe des Friedensliedes aus der Bearbeitung der Aristophanes-Komödie „Der Frieden“ von Peter Hacks, inszeniert von Benno Besson am Deutschen Theater.

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