Am Abend bevor sich in einer bayerischen Hochsicherheitsenklave die Mächtigen mit Mächtigen verständigen, stehen in der Schaubühne Niedergerissene in einem schmalen, schmutzigen Bühnenschlauch. Es sind Menschen, die von der neoliberalen Ordnungspolitik als Kollateralschaden geführt werden. Menschen, die stets nach oben schauen, weil sie weiter nach unten nicht rutschen können. Draußen herrscht elendsproduzierende Politik; drinnen stemmt das Theater Elendsbilder auf eine Breitwand-Bühne, die den Elendigen eine ausweglose Abfallkammer zuweist: einen schmalen Schacht. Eine Müllrutsche, auf der die Figuren aus einem leeren Himmel geworfen werden. Von oben kommt hier, nach unten wird geworfen, was niemand braucht: Giftbraune Dreckbrühe in Rinnsalen, blutverschmierte Figuren in Abrisskleidern.

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