BerlinDas Nachtleben einer großen Stadt stellt man sich laut und lärmig vor. Überall, so will es die filmisch überlagerte Fantasie, lauern Gefahren und Abgründe. Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da für Menschen, die sich in Glitzerkleider werfen und nicht selten auch aus der Haut fahren. Es gibt ein Sprichwort über graue Katzen, aber von Schildkröten war dabei nicht die Rede.

Eine andere Seite der urbanen Dunkelphase haben nun der Fotograf Ingo van Aaren und der Berliner Schriftsteller David Wagner ihren jeweiligen Wahrnehmungspraktiken ausgesetzt. In ihrem Band „Nachtwach Berlin“ streifen sie mit der Schildkröte „Kröti“ durch die Berliner Stadtlandschaft, in der sich die Menschen verflüchtigt zu haben scheinen. Es herrscht eine Art Lockdown-Atmosphäre vor, die zu der Entstehungszeit der dichterisch-fotografischen Exkursion gar nicht angeordnet werden musste.

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