Ellis Marsalis ist an Covid-19 gestorben.
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Der 85-jährige Jazzpianist Ellis Marsalis und der 52-jährige Rockmusiker Adam Schlesinger erliegen der Lungenkrankheit Erneut sind zwei prominente Künstler nach einer Infektion mit dem   Coronavirus gestorben. In New Orleans erlag der 85-jährige Jazzpianist Ellis Marsalis an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19, wie die New York Times mitteilte. Der Musiker und Musikpädagoge hatte sechs Kinder, Sohn Branford Marsalis machte sich als Saxofonist einen Namen, dessen Bruder Wynton Marsalis ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Jazztrompeter.

Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, würdigte Ellis Marsalis als „Legende“ und „Ikone“. Marsalis wurde 1934 in New Orleans (US-Staat Louisina) geboren. Er brachte sich schon als Kind Klarinette und Klavierspielen bei. Er trat in Clubs auf, spielte in Bands, studierte Musikerziehung und unterrichtete Jazzmusiker wie Harry Connick Jr. und Terence Blanchard. In seinem Namen wurde in New Orleans 2011 die Konzerthalle Ellis Marsalis Center for Music eröffnet.

Nur 52 Jahre alt wurde der Musiker Adam Schlesinger, der ebenfalls nach einer Corona-Infektion starb, wie das Magazin Rolling Stone am Mittwoch mitteilte. Der Emmy- und Grammy-Preisträger Schlesinger spielte in den Bands Ivy und Fountains of Wayne mit und komponierte   Musik für zahlreiche Film- und Fernsehserien.

Nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind in den vergangenen Wochen bereits mehrere prominente Künstler gestorben, so der Afrojazz-Musiker Manu Dibango (86), der Dramatiker Terrence McNally (81) und der Architekt und Designer Vittorio Gregotti (92).