Kraftvolle Einheit: das Ehepaar Camila Alves und Matthew McConaughey.
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Matthew McConaughey (50) arbeitet sich langsam, aber stetig durch die Untiefen der Erziehung seiner Kinder. Mittlerweile scheint der US-Schauspieler beim Neinsagen angekommen zu sein und hat sich, wie er jetzt dem Magazin „Town and Country“ anvertraute, zu einer verschärften Gangart durchgerungen: „Manchmal bedeutet die Liebe zu seinen Kindern, ihnen genau das zu geben, was sie wollen. Ein anderes Mal bedeutet es liebevolle Strenge.“ Womit der offenbar praktizierende Vater die bei jedweder Erziehung so unvermeidliche wie unversöhnliche Einheit aus Liebe und Strenge benannt hat – eine schöne Umschreibung des Neins. Eben dies auszuhalten ist nicht immer leicht, weiß McConaughey: „Das Nein erfordert viel mehr Energie. Es ist viel einfacher, Ja zu sagen.“

So weit zu den allseits bekannten erziehungsenergetischen Fragen. Aber Matthew McConaughey wäre nicht der kluge Mann, als den wir ihn schätzen, hätte er nicht noch mehr parat, nennen wir es mal klassenkämpferische Töne: „Wohlhabende Menschen können ihren Kindern alles geben, was sie wollen, aber sie werden in der Regel nicht bekommen, was sie brauchen.“ Sprich: Wohlhabende Menschen leben in einem Zustand familiär-dynastischer Selbstgefährdung, weil die Brut durch Verhätschelung zu missraten droht. McConaughey scheint in der Tat genau zu wissen, in welchem Kontext sein Interview erscheint: „Town and Country“ ist ein Luxus- und Lifestyle-Magazin, hier finden sich allerlei erlesene Hochpreiserzeugnisse für den fortgeschrittenen, geldschweren Endverbraucher.

Und so sind hier auch Matthew McConaughey und seine Frau Camila Alves (38) auf einem Foto zu sehen, das sie in allerfeinster Kleidung zeigt, wie die Bildunterschrift verrät: „Matthew trägt einen Pullover von Loro Piana (1595 Dollar), Camila trägt ein Etro-Shirt (1160 USD) sowie Cartier-Ohrringe (13.700 Dollar). Wir wollten es zumindest einmal erwähnt haben. Ansonsten fügen wir der Vollständigkeit halber noch an: Matthew und Camila Alves McConaughey haben drei gemeinsame Kinder: Tochter Vida (10) und die Söhne Livingston(7) und Levi (11). Bestes Trotzalter.

Donald Trump (74) tut und lässt, was und wie es ihm gerade einfällt. Zumindest weckt der US-Präsident erfolgreich diesen Anschein. Manche sehen darin einen bewundernswürdigen Eigensinn, viele andere wohl eher den brandgefährlichen Schlingerkurs eines habituellen Autokraten. Aber machen wir mal halblang: Trump hat offiziell den Star-Quarterbacks Colin Kaepernick begnadigt – und würde also dessen Rückkehr in die Football-Liga NFL begrüßen. Er sollte eine Chance bekommen, „wenn er noch die Fähigkeiten dazu besitzt“, sagte er vor Journalisten. Vor drei Jahren hatte Trump den schwarzen Footballer noch als „Hurensohn“ beschimpft, weil Kaepernick während der US-Hymne auf die Knie gegangen war, um gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu protestieren.

Colin Kaepernick kniet vor einem Spiel am 25. September 2016, während die Nationalhymne abgespielt wird.
Foto: AP/Ted S. Warren

Seit dem 1. Januar 2017 hat der „Hurensohn“ Kaepernick keinen Vertrag mehr. In seiner letzten Saison bei den San Francisco 49ers hatte er sich wochenlang vor Beginn jedes Spiels niedergekniet. Andere Spieler machten es ihm nach. Trump bezeichnete diese politische Geste als Beleidigung der Nation und sprach sich öffentlich dafür aus, Kaepernick zu entlassen. Die NFL folgte dem pseudo-patriotischen Rufmord des US-Präsidenten – was sie inzwischen lautstark bereut. Und offenbar sieht auch Trump angesichts der antirassistischen „Black Lives Matters“-Proteste in seinem Land einen kleinen Korrekturbedarf. Und so soll Kaepernick nun zurückkehren dürfen: „Wenn er gut ist“, so Trump gönnerhaft, „wenn er nicht gut spielt, wäre es sehr unfair.“

Kim Kardashian West (39) hat einen Vertrag für ihren eigenen Podcast mit dem Musikstreamingdienst Spotify unterschrieben. Allerdings will die Ich-Unternehmerin hier nicht ihrem Mann, dem Rapper Kanye West (43), nacheifern und irgendwelche Songs darbieten, sondern ihre Expertise als Fast-Anwältin einbringen – sie studiert in Kaliforniern seit nunmehr schon zwei Jahren Rechtswissenschaften. Entsprechend wird es bei Spotify vor allem um das Thema Strafjustiz gehen, gemeinsam mit der Fernsehproduzentin Lori Rothschild Ansaldi will Kardashian die Untersuchung eines Mordurteils begleiten: Der Mann, dem dreifacher Mord vorgeworfen wird, besteht auf seiner Unschuld. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kardashian für Häftlinge einsetzt.

Zur Erinnerung: Kardashian hatte 2018 bei Donald Trump um eine Begnadigung der 63 Jahre alten Alice Marie Johnson gebeten – die Afroamerikanerin war 1996 wegen verschiedener Drogendelikte zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der US-Präsident verkürzte daraufhin die Haft, Johnson wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen.