Neo Rauch:„ Handlauf“, 2020, Öl auf Leinwand.
Foto:  Galerie EIGEN + ART Leipzig/VG Bildkunst Bonn 2020/Uwe Walther

Leipzig - Nieselregen überm Gelände der einstigen Baumwollspinnerei Plagwitz, dem wichtigsten Kunst-Viertel Sachsens. Hier haben viele Künstler ihre Ateliers, später siedelten sich auch Galerien, Klubs und Gastronomie an. Vor Halle fünf herrscht am Sonnabend disziplinierter Andrang unter Regenschirmen: Geduldig warten Bilderhungrige, eingelassen zu werden zu Neo Rauchs merkwürdigen Figuren, diesen Zeitreisenden auf Leinwänden. Der Sechzigjährige ist Ostdeutschlands erfolgreichster, weltweit höchstgehandelter Maler, einst herausragender Protagonist der „Neuen Leipziger Schule“. Seine Menschenbilder standen damals, um 2000, völlig außerhalb des Kanons der zeitgenössischen Kunst. Und seinen Kritikern gilt das bis heute als konservativ, gar reaktionär. Tatsächlich brachte Neo Rauch das Figurative aus der Leipziger Tradition heraus zurück in die Gegenwart.

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