BerlinZuerst ist da nur ein orangefarbener Kringel auf einem weißen Blatt Papier. Dann sind es zwei, dann drei und vier. Es kringelt und kringelt und kringelt und ich verspüre den inneren Drang, das Blatt zu zerreißen, damit es endlich aufhört zu kringeln. Doch ich kann nicht, das Blatt Papier ist auf meinem Laptop-Bildschirm zu sehen und diesen möchte ich nicht töten. Also klappe ich ihn zu und atme erst einmal tiiiiiief ein. 

Beruhigt bin ich nach drei Atemzügen immer noch nicht, die Nachrichten aus den USA treiben mich um, dabei sollte die Serie „Headspace“ auf dem Streamingdienst Netflix mich eigentlich friedlich stimmen. Die Kringel tauchen in der ersten Folge auf, eine dunkle Männerstimme spricht dazu: „Komm an, komm zur Ruhe.“ Die losen Zeichnungen sollen dabei wie beim Ausmalen eines Mandalas die Konzentration auf eine Sache, einen Moment fördern. Doch schon als Kind machten mich Mandalas wütend, weil ich nie so exakt die kleinen Felder ausmalen konnte.

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