Eine Szene aus dem Film „The Trial of the Chicago 7“.
Foto: Netflix/Niko Tavernise

Berlin - Manchmal sind die Warnrufe der Kunst merkwürdig verquickt mit den Verläufen der Realität. Es mag natürlich Zufall sein, dass Netflix einen Film über die Manipulierbarkeit der Justiz und die Gefahren, die daraus entstehen, in die Haushalte bringt, während gerade weltweit die Fundamente der westlichen Demokratien ins Wanken geraten – in Polen, in Ungarn oder in den USA. 

Zufall oder nicht, die Parallelen zwischen Kunst und Realität sind manchmal frappierend. Polen mag so ein Beispiel sein: In der vergangenen Woche hat die polnische Anti-Korruptionsbehörde CBA das Haus des Oppositionspolitikers und Anwalts Roman Giertych gestürmt, ihn aus dem Bett gerissen und verhaftet, um dem Schlaftrunkenen anschließend die Anklage vorzulesen. Der Vorwurf: Giertych habe während eines Insolvenzverfahrens hohe Geldsummen veruntreut.

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