Für Verfilmungen sind kurze Bücher besser. Ian McEwan hat eine Menge davon verfasst, und als wolle er die alte Regel immer wieder neu beweisen, betreibt der britische Bestsellerautor gerade die Verfilmung seiner Romane, die man eher Novellen nennen kann, in rasender Geschwindigkeit.

Eben erst gelangte „Am Strand“ in die Kinos, die filigrane Keuschheitsparabel aus den Sechzigerjahren, für die McEwan auch das Drehbuch verfasste. Auch in „Kindeswohl“ geht es um Sex, oder das Fehlen davon, was nun nicht die Kürze erklärt. Wieder wirkt es aber so, als finde der Autor im anderen Medium jene Emotionalität, die dem notorischen Rationalisten literarisch abgeht. Dabei schreibt er seine Drehbücher nicht anders.

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