Berlin - Ob die Moderne-Sammlung der Berliner Nationalgalerie wirklich „weltweit einmalig“ ist, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters in einem Bericht für den Bundestagskulturausschuss über den planten Nationalgalerie-Neubau schreibt, sei dahingestellt. Das Centre Pompidou in Paris oder das Museum of Modern Art in New York sollen ja auch ganz anständige Sammlungen beherbergen. Aber dass die Nationalgalerie mehr Platz benötigt, ist seit dem „Berliner Museumsstreit“ der frühen 1990er-Jahre bestens bekannt. Dennoch wurde damals von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gegen weltweite Proteste beschlossen, die sinnvoll für die Moderne nutzbaren Grundstücke am Kulturforum mit der Neuen Gemäldegalerie für die Alten Meister zuzubauen, statt diese neben dem Bode-Museum auf der Museumsinsel zu errichten. Eine fatale Blockade für alle Museen westlicher Kunst entstand, die erst im vergangenen Herbst durch den Bundestag aufgebrochen wurde.

2021 soll der Neubau stehen

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