Was ist die Schönheit einer Stadt? Man kann herrlich und endlos darüber streiten. Die Zeit um 1900 jedenfalls empfand die einheitlichen Fassaden der Schinkelzeit um 1840 weithin als scheußlich, anti-individuell und langweilig. Gerade diese Ansichten aber gelten in ihrer klaren Nüchternheit heute manchem Konservativen als das ästhetische und soziale Non-Plus-Ultra städtischer Gestaltungskraft. Andere wieder lieben gerade die Kontraste, das scharfe Nebeneinander der Formen als das eigentlich Urbane, wollen, gar keine Harmonie.

Der Streit nach dem Wesen der Schönheit also ist nicht zu gewinnen, es bleibt nur zu rekonstruieren, was in den unterschiedlichen Epochen als „schön“ betrachtet wurde. Genau dazu bietet nun das Berliner Stadtmuseum eine Gelegenheit, die wohl auf sehr viele Jahre nicht wiederkehren wird: Etwa 115 Gemälde mit Berliner Stadtansichten im weitesten Sinn des Wortes sind bis in den Spätsommer hinein im Ephraim-Palais zu sehen.

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