Sie ranken durch unsere Wohnungen, beleben Büros, filtern Schadstoffe aus der Luft, machen Spaß und gelten längst nicht mehr als spießig: Seit einigen Jahren erleben Zimmerpflanzen einen regelrechten Boom. Und in der öden, oft einsamen Corona-Häuslichkeit sind sie freundliche Mitbewohner. Es gibt stapelweise Bücher, die uns sagen, was Pflanzen brauchen, ein besonders schönes ist Alys Fowlers „Plant Love“. Besonders ist hier die klare Hinwendung zu den Eigenarten und Bedürfnissen unserer Schützlinge, die, das stellt die Autorin zu Beginn klar, viel lieber in Wüste oder Dschungel leben würden als im Topf.

Wie es ihnen bei uns dennoch gut gehen kann, erklärt Fowler nicht nur mit echter Sympathie für die grünen Geschöpfe, sondern mit dem Vermittlungstalent einer Frau, die als BBC-Gärtnerin vor der Kamera stand, seit vielen Jahren Kolumnen für den Guardian schreibt und mehrere Bücher veröffentlichte. Sie porträtiert zimmertaugliches Grün von Aloe bis Zwergpfeffer, informiert über Ansprüche an Licht, Erde und Dünger und die Vorteile der torffreien Zimmer-Gärtnerei. Es gibt natürlich ein Kapitel über Vermehrung via Ableger, Steckling, Samen und außerdem Ratschläge, wie sich aus Küchenresten (Avocadokernen, Chilisamen, Zitronengras, Thaibasilikumzweigen, Zitronen- und Orangenkernen) neues Leben erwecken lässt.

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