Auf eines ist Verlass: Man leidet und jubelt mit Angie Thomas’ Helden, als wären es die eigenen Kinder. Und in jedem ihrer Bücher schickt die amerikanische Bestsellerautorin diese in Situationen, in denen man ihnen tief in die Augen sehen möchte und sagen: „Bitte. Tu. Das. Nicht.“ So ging es einem mit Starr in „The Hate You Give“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und 2019 verfilmt, als sie sich und ihre Familie durch anfangs kopflosen politischen Einsatz in Gefahr bringt. So wollte man Bri davon abbringen, in „On The Come Up“ ihr Talent an raffgierige Musikfirmen zu verkaufen. Und so will man jetzt, in „Concrete Rose“, Maverick schütteln, als er auf Seite 158 mit Lisa schläft. Ohne Kondom. Dabei hat er schon ein Baby mit Iesha und reibt sich derart auf zwischen Job und Schule, dass das Dealen als Broterwerb arg lockt. Als er wieder einsteigt, will man ihn verzweifelt schütteln.

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