Berlin - Es weiß ja keiner, was Philosophie eigentlich ist. Ja gut, Denken ist ihr Geschäft. Aber was genau ist Denken? Eine Sache der Vernunft? Nicht auch des Gefühls? Da haben wir es schon: Wer so fragt, ist in philosophisches Gestrüpp geraten. Und es fragen viele so, keineswegs nur sozialversicherte Hochschuldenker, sondern zum Beispiel auch: Hausfrauen, Väter, Banker, Fußballer und Feuilletonredakteure. Nur, dass sie kaum wagen, den Titel des Philosophen zu führen. Denn Philosophen, so will es das Klischee, sind grüblerische Gesellen, die unverständliches Zeug murmeln.

Wo aber das Philosophieren aufhört und das Küchenherumspinnern anfängt, ist selbst die am heftigsten umstrittene Frage der Philosophie. Heißt: Es gibt so viele Philosophien, wie es Philosophen gibt. In Zahlen ausgedrückt: In Deutschland sind es mindestens 100.000 Menschen. Mit dieser Auflagenzahl liegt ab heute das Philosophie Magazin an den Kiosken. Es wendet sich an alle, die „Freude am Denken“ haben, so der Chefredakteur Wolfram Eilenberger. Man wolle philosophische Perspektiven auf „konkrete Lebensfragen“ werfen. Ein Ratgebermagazin für rotweinschlürfende Feierabenddenker ist dieses bunt und angenehm locker gestaltete Magazin dennoch nicht, sondern der Versuch, „die Philosophie in den Alltag zu bringen“, auch in den Zeitschriftenalltag.

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