Srdjan Dragojevic ist ein Mann mit Ansprüchen. Seine Filme „Dörfer in Flammen“ und „Wounds“, sagt er, seien die ersten gewesen, die sich ernsthaft mit dem Bosnienkrieg auseinandersetzten. Ihr Ruhm bescherte ihm ein durchweg fruchtloses Engagement in Hollywood, von wo er 2001 frustriert nach Serbien zurückkehrte. Seine Intelligenz, seine Ironie habe keinen interessiert, „blinder Enthusiasmus“ sei die einzig gefragte Tugend, die Angebote waren lausig.

Wieder daheim, sah der Filmemacher die furchtbaren Fernsehbilder der ersten Belgrader Gay Pride Parade: Eine Allianz aus Neonazis, Hooligans und Ultraorthodoxen tobte sich unbehelligt aus – Dragojevic hatte endlich seinen Stoff. Der Film „Parada“ ist das Werk eines Mannes, der weiß, wovon er spricht.

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