Sie haben gerade jemanden aus einem top-geheimen Hochsicherheitsgefängnis weit unterhalb des Pentagons befreit, jetzt steht Ihnen in einer großen Küche ein halbes Dutzend Wachleute im Weg und schießt schon. Was macht man da? Wenn Sie jemand wie Peter (Evan Peters) sind, setzen Sie sich ihre Kopfhörer auf und hören etwas Schlager-Pop, während Sie entspannt, aber lichtschnell durch den Raum huschen, einem Wachmann die Mütze mopsen, zwei andere für einen gegenseitigen K.O. zurechtstellen und mit spitzen Fingern die fliegenden Pistolenkugeln umsetzen. Es ist so schön, Mutant zu sein.

Diese Sequenz illustriert die Spielfreude von Bryan Singers hierzulande wenig elegant „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ betiteltem Film. Singer und Marvels Mutanten-Saga waren immer wieder für Überraschungen gut: Statt um außerirdische Bedrohungen, pixelige Schlachtgetümmel und Bösewichter-Karikaturen ging es um kleinteiligere, persönliche Konflikte und konkretere Bezüge. Im Mittelpunkt stehen bei Singer Mutanten, Menschen mit besonderen, auch verstörenden Eigenschaften, im Kern geht es um Anderssein, Außenseiter, Ängste und Unterdrückung.

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