Astrologisch stand 2014 im Zeichen des Saturn. Den Pop jedoch bestrahlte der Glutaeus, mit anderen Worten und Verlaub der exorbitante Halbmond, den Celebrities wie Kim Kardashian, Iggy Azalea und J-Lo sowie natürlich Nicki Minaj als Gesäß und Argument für die Fanzuneigung in die Diskussion schüttelten.

„Oh my god! Look at her butt“, bestaunte sich Minaj auf der Single „Anaconda“ und ihrem monothematischen Video, womit sie ihr nunmehr erschienenes, drittes Album „The Pinkprint“ vorab bewarb. Die lauthals drastische Nummer (nein, es geht nicht wirklich um die gleichnamige Riesenschlange) beruht zwar etwas entnervend auf den Kindergartenbeats von Sir Mix-A-Lots Herrenwitz „Baby Got Back“ von 1992, ist allerdings immerhin raptechnisch angemessen knallig. Ganz ähnlich fällt auch das Album mal wieder überwiegend anregend aus, aber eben nicht ganz so gut, wie es hätte sein können, auch wegen der (in der Deluxe-Edition) anstrengenden 22-Track-Überlänge.

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