Es war ein Riesenskandal, als 2013 Stefan Dorgerloh, damals Kulturminister von Sachsen-Anhalt, beschloss, den Direktor der Bauhaus-Stiftung nicht mehr zu beschäftigen. Klarer Grund: Oswalt hatte ziemlich insubordinativ dagegen Front gemacht, das neue Bauhaus-Museum im Stadtzentrum von Dessau zu errichten. Er wollte lieber – und hatte dabei die meisten Museumsfachleute und seinen wissenschaftlichen Beitrat hinter sich – ein Museum in direkter Umgebung der historischen Bauhausbauten errichten.

Die Stadt dagegen und der Minister wünschten einen Neubau am Stadtpark. Er sollte den stetig wachsenden Bauhaus-Tourismus von   jenseits der Eisenbahntrasse in die Innenstadt ziehen. Stadt und Minister setzten sich durch, Oswalt musste gehen, eine neue Direktorin, Claudia Perrren wurde berufen. 2014 fand der Wettbewerb statt, den das spanisch-katalanische Büro Addenda gewann. Am Sonntag wurde mit großem Staatsakt und Volksfest das neue Bauhaus-Museum von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweiht.

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