Alec Baldwin, 63, hat gerade ein echtes Luxusproblem – der ansonsten viel beschäftigte, sehr erfolgreiche Schauspieler wird wohl in absehbarer Zeit seinen Job als Trump-Double verlieren. In der Comedy-Show „Saturday Night Live“ verkörpert er seit Jahren den (noch) amtierenden US-Präsidenten und zeigte ihn vor allem als orangefarbenen Wüterich, als radebrechendes, reflexionsfreies, impulsgetriebenes, etwas dumpfbackiges Rumpelstilzchen im Weisen Haus. Eine Paraderolle, eine einträgliche Hassliebe, die Baldwin nun wird aufgeben müssen. Und er freut sich darüber, wie er uns auf Twitter wissen lässt: „Ich glaube nicht, dass ich jemals so überglücklich war, einen Job zu verlieren.“

So lässt sich die Wahlniederlage Trumps auch feiern. In seiner Show am Sonnabend ließ er allerdings noch offen, wann er zum letzten Mal als Trump auftreten will. Nach einigen Witzeleien setzte sich Baldwin ans Klavier, spielte das Lied „Macho Man“ und verabschiedete sich mit den Worten: „Das ist nicht: Auf Wiedersehen, Amerika! Ich sage nur: Ich sehe euch vor Gericht.“ Der amtierende US-Präsident hat das Wahlergebnis bislang nicht offiziell akzeptiert und sich zuletzt als Opfer systematischen Wahlbetrugs dargestellt, ohne dafür stichhaltige Beweise vorzulegen. Mithilfe seiner Anwälte will Trump seine Niederlage noch abwenden. Die Erfolgsaussichten gelten aber als extrem gering.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.