Daniel Craig als James Bond in der Szene eines Trailers zum James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“.
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Mit „No Time to Die“, dem neuen James-Bond-Film, machen sie es jetzt ein bisschen wie beim Sex. Oder wie im liturgischen Kirchenjahr, der Adventszeit, nämlich. Nachdem der Film ursprünglich im April hatte starten sollen, wurde das Erscheinungsdatum auf den 12. November verschoben, und nun gibt es von Mittwoch an jede Woche einen Podcast, der ein bisschen wie ein langes Vorspiel funktioniert, indem er die Erwartung steigert, den Kitzel erhöht, bis man den Film dann endlich zu sehen bekommt.

Oder auch: Jede Woche geht ein neues Türchen auf, bis am Ende der Heiland geboren wird. Tatsächlich hat der Bond-Film Nummer 25 wenigstens für die Kinowirtschaft eine ähnliche Funktion. Wie Christopher Nolans „Tenet“ soll er für ausverkaufte Häuser sorgen.

Jede der sechs Episoden beleuchtet einen anderen Aspekt des Bond-Franchise – von der Musik über die legendären Gadgets und Autos bis hin zu den Kostümen, den sicher wie immer spektakulären Stunts und ebenso atemberaubenden Locations. Zu finden ist der Podcast auf allen großen Podcast-Plattformen.

Interviewt werden neben Daniel Craig und Léa Seydoux, der Regisseur Cary Joji Fukunaga die Produzentin Barbara Broccoli, die Interpretin des Titelsongs Billie Eilish sowie weitere Crew-Mitglieder vom Casting Director bis zum Special Effects Supervisor. Der Bösewicht Rami Malek mit dem beeindruckenden Narbengesicht etwa erzählt, dass man ein Jahr vor Drehbeginn schon besprochen habe, wie man etwas wirklich Gruseliges schaffen könne. Zudem kann man vorab in den Soundtrack von Hans Zimmer hineinhören, der mit dem Royal Philharmonic Orchestra aufgenommen worden ist. 

Nur Englisch muss man können, sonst versteht man nix. Oder man genießt halt nur den Klang. Den von Daniel Craigs wunderbar sonorer Stimme etwa, die der Synchronstimme weit überlegen ist.