München - Der Rechtsstreit zwischen Ottfried Fischer und einem Mitarbeiter der Bild-Zeitung wegen Nötigung geht weiter. Fischers Anwälte, die ihn als Nebenkläger vertreten, haben am Donnerstag erneut Revision gegen den Freispruch eingelegt, wie Fischers Anwalt Christoph Knauer dieser Zeitung bestätigte.

Der Prozess läuft seit dem Jahr 2010. Zunächst hatte das Amtsgericht den Bild-Mitarbeiter schuldig gesprochen, Fischer mit einem Sex-Video mit Prostituierten zu einem Interview genötigt zu haben, und ihn zu einer Geldstrafe von 14 400 Euro verurteilt.

Das Landgericht sprach ihn in der Berufungsverhandlung frei, das Oberlandesgericht ordnete eine Neuverhandlung an, die am Donnerstag vor einer Woche dann erneut mit einem Freispruch endete. Nun scheint es möglich zu sein, dass der Fall tatsächlich bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen wird. (schul.)