Sie ist die aktuelle Oscar-Hoffnung für Deutschland. Die Auslandsvertretung des deutschen Films wählte Nora Fingscheidts Film „Systemsprenger“ als Kandidat für die Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“. Das mag jetzt ganz selbstverständlich klingen, weil die Nachricht schon ein paar Wochen in der Welt ist. Doch als der Film zum Jahresanfang im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt wurde, kannte noch kaum jemand den Namen der Regisseurin. Das Thema von „Systemsprenger“ – wie staatliche und städtische Einrichtungen an einem schwer erziehbaren Mädchen scheitern – ließ keinen Kritiker unberührt. Seit Donnerstag ist der Film in den Kinos und muss sich in diesen Zeiten der sinkenden Zuschauerzahlen vor dem Publikum beweisen. „Systemsprenger“ ist allerdings mehr als nur ein Film über ein Kind und die mit seiner Erziehung Beauftragten. Er handelt vom Zusammenleben in der Gesellschaft, vom Umgang mit Außenseitern, von der Fähigkeit, Lösungen für Konflikte auch außerhalb der üblichen Wege zu suchen. Nach vielen Jahren in Berlin lebt Nora Fingscheidt mit ihrer Familie in Hamburg. Zum Gespräch trafen wir sie in der Hamburger Landesvertretung in Berlin, einem Gründerzeitbau in Mitte, wo einst der Kulturbund der DDR residierte.

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