Bis alle im HAU2 ihren Platz gefunden haben, dauert es. Ganz normaler Vorgang, nur diesmal scheint er kein Ende zu nehmen. Scheint, denn die vier Performer der norwegischen Truppe Verk Produksjoner stehen längst auf der Bühne und schauen den Eintretenden zu. Lässig stehen sie an das Podest gelehnt, das später eine zweite Bühne für sie sein wird, und warten.

Und schauen. Irgendwann sitzt jeder, doch das Warten geht weiter. Und das Schauen. Ruhig wird es, Zeit vergeht und man merkt, wie der Zeitlauf selbst immer langsamer wird, wie die Zeit stehen bleibt. Irgendwann nimmt man sich dann selbst die überflüssig gewordene Zeit und versucht auf eigene Faust, die eigenartige Bühne zu begreifen. Aber schnell merkt man: Auch sie erschließt sich erst im Schneckentempolauf dieses Abends, den man Traumtheater nennen könnte, wäre er nicht auch so realistisch.

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