Berlin - Als Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs war ich früh mit der Einrichtung der Notbremse konfrontiert, ohne diese je in Anspruch genommen zu haben. Als ich mich doch einmal dazu genötigt sah, überkam mich hernach ein schlechtes Gewissen. Hatte ich überreagiert?

Direkt neben mir war ein Fahrgast zusammengesackt, noch lange danach meinte ich sein bleiches Gesicht sehen zu können. Aber er berappelte sich schnell wieder. Als nach Minuten des Wartens in der jäh gestoppten S-Bahn ein Bediensteter die Ursache des Alarms zu ergründen versuchte, sagte er nur: „Alles gut, es geht schon wieder.“ Seither betrachte ich eine Notbremse als Hilfsmittel, das man lieber nicht nutzt. Besser auf den ernsten Ernstfall warten. Nur so, dachte ich, ist die Funktion des Hebels als Hilfsmittel zur Bewältigung einer Dringlichkeit gewährleistet.

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