Ein Film ist wie ein Tanker. Einmal in Fahrt, lässt er sich nicht so schnell stoppen. Als Raymond und Hannah Ley mit ihren Dreharbeiten zu „Letzte Ausfahrt Gera“ begannen, war in München der Prozess gegen Beate Zschäpe in vermeintlich überschaubarem Fahrwasser: Die Angeklagte hatte sich auf Anraten ihrer Anwälte entschlossen, vom Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch zu machen. Und sie hielt sich nun schon seit geraumer Zeit an diesen Rat.

Der Versuch des Dokudramas, die schweigende Zschäpe in einer Filminszenierung durch eine Schauspielerin zum Sprechen zu bringen, schien also der richtige Kurs zu sein. Aber ausgerechnet am Ende der Dreharbeiten kündigte die Angeklagte an, ihr Schweigen zu brechen. Alles, was bisher eine Charakter-Spekulation war, würde sich nun einer neuen – womöglich eloquent belegten – Realität messen lassen. Was, wenn Beate Zschäpe sich in ihrer Aussage ganz anders darstellen würde als Lisa Wagner sie im Fernsehen zeigt?

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