Neukölln - Judith Ruland und Frederik Henn studieren und arbeiten nicht nur in Berlin - sie planen mit ihren 22 und 27 Jahren nebenbei eine vegane Revolution von unten. Das Paar aus Neukölln will Berliner ab Mai wöchentlich mit Gemüsekisten aus seiner bioveganen solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) „PlantAge“ versorgen. Als erste in Berlin-Brandenburg verzichtet die SoLaWi im Frankfurter Stadtteil Markendorf beim Anbau nicht nur auf den Einsatz chemisch-synthetischer Düngemittel und Pflanzenschutzmittel, sondern auch auf tierische Produkte wie zum Beispiel Gülle.

Streng genommen ist das meiste Obst und Gemüse nicht vegan. Als Judith Ruland und Frederik Henn 2016 entschieden, konsequent auf tierische Produkte zu verzichten, hinterfragten sie auch deren Herstellung. Sie fanden heraus, dass der Anbau von Obst und Gemüse meistens abhängig von der industriellen Tierhaltung ist. Zum Düngen der Pflanzen verwenden Bauern nämlich Gülle, Mist, getrocknetes und gemahlenes Blut, sogenanntes Blutmehl, oder geschrotete Hörner und Hufen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.