Überraschend an der Nachricht über einen weiteren anonymen Anschlag mit öligen Substanzen auf eine bedeutende deutsche Museumseinrichtung ist vor allem der Zeitpunkt des Bekanntwerdens. Erst nachdem die Wochenzeitung Die Zeit und der Sender Deutschlandfunk Kultur öffentlich machten, dass unbekannte Täter mutmaßlich bereits im September eine Attacke im Potsdamer Schloss Cecilienhof verübt haben, bestätigte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten den Vorfall am Freitag.

Ein Vergleich mit den massenhaften Beschädigungen in mehreren Häusern auf der Berliner Museumsinsel vom 3. Oktober, wo über 60 Artefakte zum Teil erheblich beschädigt wurden, liegt auf der Hand. Wie in Berlin blieben auch die Potsdamer Vorgänge im Augenblick der Tat zunächst unbemerkt, deutliche Spuren und das gesamte Ausmaß der Beschädigungen zeigten sich erst später. Wie zuerst Deutschlandfunk Kultur und Die Zeit berichtet hatten, wurde im Potsdamer Schloss Cecilienhof unter anderem die Skulptur einer Amazone des Bildhauers Louis Tuaillon in Mitleidenschaft gezogen. Die Ölspuren erstreckten sich, so heißt es, vom Hals des Pferdes, auf dem die Kriegerin sitzt, bis auf deren Oberschenkel. In anderen Räumen seien weitere Spuren gefunden worden.

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