Von Goldie Hawn stammt der schöne Satz: „Ich wäre längst geschieden, hätte ich Kurt geheiratet.“ Gemeint ist Kurt Russell, mit dem die US-Schauspielerin seit 1983 liiert ist, seit stolzen und für Hollywood absolut unüblichen 37 Jahren also. Hawn präzisierte ihre Präferenz zur wilden Ehe in der britischen TV-Show „Loose Women“ auch noch weiter: „Wenn man gebunden sein will, dann sollte man heiraten. Wenn man aber die Unabhängigkeit braucht, dann sollte man das tunlichst vermeiden.“ Mehr als drei Jahrzehnte kommt diese Hollywood-Liebe nicht nur ohne Trauschein, sondern auch ohne öffentliche Skandale und Affären aus. Beide Schauspieler waren zuvor schon mal verheiratet – Hawn mit Gus Trikonis und mit Bill Hudson, dem Vater von zweien ihrer drei Kinder, Russell mit der Schauspielerin Season Hubley.

Natürlich hat es in der Beziehung auch immer wieder gekriselt, aber Hawn weiß, worauf es ankommt: „Man muss kommunizieren und sich arrangieren.“ Immer wieder sind die beiden gefragt worden, ob sie nicht doch noch heiraten wollen. Doch das Paar wählte eine andere Strategie: Sich jedes Mal wieder für den Partner zu entscheiden, das mache ihre Liebe aus. „Wir beide mögen es, die Wahl zu haben. Und wir wählen immer wieder aufs Neue, beieinander zu bleiben.“

Am Sonnabend nun ist der ewig blonde, ewig fröhliche „Club der Teufelinnen“-Star 75 Jahre alt geworden, und konnte sich Glückwünsche zuhauf abholen. Tochter Kate Hudson, die ebenfalls Schauspielerin ist, schwärmte auf Instagram von ihrer Mutter als „Göttin“ und nannte sie einen „leuchtenden Stern“. Dazu postete sie ein Schwarz-Weiß-Foto der sechsfachen Großmutter als junges Mädchen. Zahlreiche Stars schlossen sich den Glückwünschen an, darunter Rita Wilson, Octavia Spencer und Naomi Campbell.

Goldie Hawn zählte in den 70er- bis 90er-Jahren zu den populärsten Stars in Hollywood. Für den Film „Die Kaktusblüte“ (1969) gewann sie den Oscar als Beste Nebendarstellerin und den Golden Globe. Bis heute ist sie auf der Leinwand präsent: Zwei Tage vor ihrem 75. Geburtstag feierte sie mit dem sechs Jahre jüngeren Russell in Los Angeles die Premiere des Netflix-Films „Christmas Chronicles 2“. In dem Weihnachtsklamauk spielen die beiden, oha!, ein Ehepaar.

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben sich in diesem Jahr nicht nur vom britischen Königshaus losgelöst, sie sind auch nach Kalifornien gezogen, wo sie nun in der hügeligen Millionärs-Enklave Montecito residieren. Doch was wird jetzt aus dem hübschen, nach den vielen quakenden Fröschen aus der Umgebung benannten Frogmore Cottage im Park von Schloss Windsor? Im Frühjahr 2019, vor der Geburt ihres Sohnes Archie, waren Harry und Meghan hier eingezogen, hatten vorab alles noch für viel Geld sanieren und umbauen lassen, wobei sie nur Möbel und Innenausstattung selbst zahlten.

Medienberichten zufolge freuen sich nun die britische Prinzessin Eugenie (30) und ihr Ehemann Jack Brooksbank (34) auf die vier Schlaf- und Kinderzimmer von Frogmore Cottage. Eugenie, eine der Töchter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson, hat 2018 geheiratet und erwartet Anfang 2021 ihr erstes Kind.

Foto: PA Wire/dpa/Steve Parsons
Das Frogmore Cottage ist eigentlich die Residenz von Prinz Harry und Meghan. 

Persönliche Gegenstände von Harry und Meghan seien schon vor Wochen heimlich aus dem Landhaus geholt und der Garten hergerichtet worden, berichtete die Zeitung „The Sun“ am Sonnabend. Eine Sprecherin des Buckingham-Palastes sagte aber auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, Frogmore Cottage sei weiterhin die Residenz von Prinz Harry. Das Landhaus war ein Geschenk der Königin an ihren Enkel und wurde auf Steuerzahlerkosten umfangreich renoviert.

Das war in Großbritannien auf Kritik gestoßen. Nachdem Harry und Meghan einen lukrativen Vertrag mit dem Streamingdienst Netflix abgeschlossen hatten, wurde bekannt, dass sie fast 2,7 Millionen Euro für die Renovierung zurückzahlen.