Anfang der 1960er-Jahre war Malcolm X nicht nur eine der schärfsten Stimmen der US-Bürgerrechtsbewegung, sondern Sprecher der Nation of Islam und strenger Moslem. Das hält ihn zumindest hier nicht von einer kleinen Gaunerei ab. In der Nacht des 25. Februar 1964 lockt X (Kingsley Ben-Adir) den Soulstar Sam Cooke (Leslie Odom Jr.), die Footballlegende Jim Brown (Aldis Hodge) und den Boxer Cassius Clay (Eli Goree) in sein Zimmer im Hampton House, einzige integrierte Unterkunft Miamis und eine berühmte Partylocation: Clay hat gerade, mit 22, die Weltmeisterschaft gewonnen und kommt mit seinen afroamerikanischen Co-Ikonen, um amtlich zu feiern. Stattdessen serviert Malcolm X in seinem Hotelzimmer Vanilleeis und Moral mit harten Bandagen: X konfrontiert sie mit der, wie James Baldwin einmal sagte, Bürde der Repräsentation und fordert politische Verantwortung.

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