Daniel Lopatin hat viele Namen. Manche kennen ihn unter dem Pseudonym Chuck Person, andere als Dania Shapes oder unter dem Titel Oneohtrix Point Never. Je nachdem, unter welchem Namen man ihm als Hörer begegnet, unterscheidet sich seine experimentelle, avantgardistische Musik in Stilen und Nuancen. Klar, sonst müsste der 38-jährige Musiker sich nicht dauernd anders nennen. Natürlich ist es auch eine Art Spiel. Warum sollte der in New York lebende Musiker sich nur einen Namen geben, wenn er doch viele haben kann? Warum immer nur eine Rolle einnehmen, wenn er doch so viele spielen darf?

Diese Philosophie würde jedenfalls die Musik erklären, die Lopatin betreibt: namen- und grenzenlos. Bei Lopatin gibt es keinen Pop, keinen Techno, keinen Jazz oder Rap. Alles verschmilzt in seinen dystopischen Klängen und kleckert, pocht und treibt vor sich hin: Stimmen, Melodien, Rhythmen, Raum, Zeit. Es ist schwer, etwas daran festzumachen, und doch ist diese intelligente Tanzmusik in ihrer Art berauschend und stimmungstreibend.

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