Drei graue Pappkartons voller Super-8-Filme stehen in einem Wohnzimmer im neunten Stock der Wohnung in der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte. Der Politologe Laurence McFalls und der Filmemacher Alberto Herskovits haben sich hier vorübergehend eingerichtet, sitzen an ihren Laptops und sichten noch Material. In wenigen Tagen wird ihr Projekt, die Open Memory Box, online gehen. Es ist ein neues Online-Filmarchiv, das noch nie gezeigte private Alltagsaufnahmen aus vier Jahrzehnten DDR sammelt.

Wenn man heute Filme über die DDR sieht, wirken sie oft sehr stereotyp, die Menschen sind entweder Stasi-Spione oder Dissidenten. „Wir wollten einen Gegenpunkt zum sehr steifen, von Vorurteilen geprägten Diskurs über die DDR setzen und die Ostdeutschen selbst zu Wort kommen lassen“, sagt Laurence McFalls.

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