Gianni Versace hatte etwas übrig für griechische Mythologie. Der Gründer des gleichnamigen Modeunternehmens, der es wie kein zweiter verstand, sexuelle Anziehung als Glücksformel zum gesellschaftlichen Prinzip zu erheben, wählte als sein Logo den Kopf der Medusa.

Dieser hängt denn auch übergroß an der Bühnenwand in der Tischlerei, dem Schauplatz für Experimentelles der Deutschen Oper. Alles ist schrill und laut, der Zuschauer hat Mühe, nicht zu Stein zu erstarren. „Ihr Geruch ist ein Kerker, der Schrei der Schlange, der das Leben aussaugt“, wird da gesungen. Und: „Sex mit ihr ist ein teuflisches, nie endendes Spiel.“ Damit ist auch schon der Charakter von „Gianni“ umschrieben, der ersten Oper der klassisch-elektronischen Berliner Musiker  von Brand Brauer Frick und dem Künstler und Regisseur Martin Butler, die am Sonnabend in der Tischlerei Premiere feiert.

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